Wer kennt sie nicht? Diese und ähnliche kulinarische Kuriositäten lassen dem Restaurantbesucher beim Studieren der Speisekarte – meist in Urlaubsregionen – nicht unbedingt das Wasser im Munde zusammenlaufen, sondern zaubern ein Fragezeichen auf seine Stirn. Der Gastronom hat sich bemüht, seinen ausländischen Gästen gerecht zu werden, und das Tagesgericht »Battered Cod Fillet with Rocket Salad« mithilfe eines Online-Übersetzungsprogramms übersetzt.

Auch die »gefüllte Türkei« (Stuffed Turkey) und das »liebe und saure Schwein« (Sweet and Sour Pork) sorgen vielleicht für eine kleine Erheiterung am Tisch, dienen jedoch kaum der Verständigung. Bei Texten, die an den ausländischen Handelspartner gehen, hört der Spaß jedoch ganz auf.

Nehmen wir beispielsweise ein Firmenjubiläum. Die Ausrichtung scheint perfekt zu sein: eine besondere Location, buntes Entertainment, liebevoll ausgewählte Gastgeschenke. Die Marketingabteilung hat sich richtig ins Zeug gelegt und auch für ein außerordentliches Catering gesorgt. Alles scheint perfekt für den Empfang des erwarteten internationalen Publikums zu sein. Lediglich die Speisenabfolge liegt ausschließlich in deutscher Sprache vor. Nun ist die Zeit zu knapp und das Budget verbraucht. Aber man kommuniziert ja fast täglich mit englischsprachigen Geschäftspartnern, das lässt sich doch inhouse lösen. Und so werden aus den gebratenen Rindersteakstreifen »Grilled Stripes of Beef« und die Kanapees werden mit »Belt Pepper Cream Cheese« serviert. Bestimmt werden die Gäste trotzdem satt, das Image des Unternehmens leidet jedoch und das Event bekommt einen faden Beigeschmack.

Deshalb gehören auch kleine, profan erscheinende Übersetzungen in die Hände von hoch qualifizierten Übersetzern. Doch die richtigen zu finden, kostet viel Zeit und Ressourcen. Daher ist es sinnvoll, sich an einen renommierten Sprachdienstleister zu wenden. Solche Unternehmen verfügen über einen großen Pool von Übersetzern, die sich auf bestimmte Fachgebiete und Sprachkombinationen spezialisiert haben und mithilfe eines eingehenden Prüfverfahrens ausgewählt wurden.

»Damit der Originaltext mit dem nötigen sprachlichen Feingefühl übersetzt wird, sind bei uns ausschließlich Übersetzer am Werk, die die Texte in ihre jeweilige Muttersprache übertragen«, so Freelancer-Managerin Josephine Burmester vom Unternehmen WIENERS+WIENERS in Ahrensburg, einem Spezialisten für Firmenkommunikation und Marketingtexte. »Denn der Übersetzer muss nicht nur die Sprache beherrschen, in die er übersetzt, sondern auch mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, den Riten und dem typischen Humor des Landes vertraut sein. Der Text muss nicht nur inhaltlich, sondern auch politisch korrekt sein«, so Josephine Burmester weiter. Oft ist eine wörtliche Übersetzung nicht das Nonplusultra. Die Herausforderung liegt vielmehr darin, die kulturellen, sprachlichen und fachlichen Besonderheiten gleichermaßen zu berücksichtigen und in die Zielsprache zu übertragen. Beim Adaptieren von Speisekarten muss der Übersetzer also beispielsweise wissen, dass der Gast bei der Bestellung »Toad in the Hole« keine Kröte im Loch, sondern stattdessen eine Bratwurst im Teigmantel serviert bekommt. Entsprechende kulinarische Kenntnisse sind auch unabdingbar, wenn Übersetzungen für Leckereien wie »arme Ritter«, »Himmel und Erde« oder »Wilde Hilde« benötigt werden.

Kreative Kreationen sollten also ausschließlich dem Koch überlassen werden und Speisekarten keine Fragen offenlassen, damit der Gast weiß, worauf er sich freuen kann. Im Teig gebackenes Kabeljaufilet mit Rucolasalat lässt er sich bestimmt gern auf der Zunge zergehen.