Dass Rechtschreib- und Tippfehler an der persönlichen Reputation sägen, ist gemeinhin ein offenes Geheimnis. Bewerbungs- und Kommunikationsberatungen weisen immer wieder auf den Glaubwürdigkeitsfaktor von korrekt geschriebenen Texten hin. Auch die meisten Marketingabteilungen und Werbeagenturen sind sich der Macht des gut und vor allem richtig geschriebenen Wortes bewusst. Fehlerbehaftete Werbeplakate oder Anzeigen erregen Unmut. In Extremfällen werden sie sogar hämisch durch die Presse gereicht. In dieser Situation mag die Entscheidung naheliegen, gemäß dem Leitsatz »Nur keine Publicity ist schlechte Publicity« auf die Kosten zur Fehlerbereinigung zu verzichten. Am Ende ist dies jedoch ein riskantes Spiel, da – abhängig vom Werbesender – die Konsequenzen eines so verursachten Imageschadens in die Millionen gehen können.

Insbesondere für den Versand- und Onlinehandel kann die Vernachlässigung von Rechtschreibregeln unter Umständen erhebliche Einnahmeverluste nach sich ziehen. Das hat mehrere Gründe: Zunächst spielt Rechtschreibung eine wesentliche Rolle beim Ranking von Websites. Tauchen beispielsweise in einer Produktbeschreibung Rechtschreibfehler auf, wird sie bestenfalls ignoriert. Nicht weniger schädlich ist der Imageverlust, der mit einem fehlerbehafteten Angebot einhergeht. Fehler innerhalb der Beschreibung eines Angebotes werden als weniger glaubwürdig, unseriös und unsicher wahrgenommen. Darüber hinaus können falsch geschriebene Produkte vom potenziellen Käufer oft nur durch bloßen Zufall entdeckt werden. Erfahrungsgemäß wird eben seltener nach der »Jalouise« als nach der »Jalousie« gesucht. Und auch die »Räucherlachscheiben« werden in den Untiefen der vernetzten Anonymität wohl verstauben. Dass hierbei die simple Rechtschreibkorrektur in Word nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist, zeigen beispielsweise »Busen in 7 verschiedenen Farben« oder ein »geblümtes Leid in Wickeloptik«. So amüsant solche Fehler erscheinen, der ökonomische Erfolg wird mit ihnen zweifelhaft.

Dabei ist es heutzutage so einfach, Katalog- und Onlinesheets durch professionelle Lektoren oder Übersetzer bearbeiten zu lassen. Ein guter Sprachdienstleister übernimmt die Bearbeitung direkt in den jeweiligen Design- und Layoutprogrammen. Darüber hinaus werden auch Koordinationen mit anderen Agenturen oder Ländervertretungen angeboten, um so Abstimmungsprozesse zu verkürzen und zu optimieren. Das spart am Ende kostbare Zeit und beruhigt das orthografische Gewissen.