Es ist nie zu spät, sich mit dem Plural im Deutschen zu beschäftigen. Wer die Mehrzahl, so die Übersetzung des Begriffs, seiner Lebensjahre hier verbracht hat, verwendet die korrekte Pluralform meist intuitiv. Für alle jedoch, die mit einer anderen Sprache geboren wurden, heißt es: „Es gibt im Deutschen verschiedene Formen der Pluralbildung. Es ist sehr schwierig, allgemeingültige Regeln dafür aufzustellen.“ Aber schieben wir die Beschäftigung damit nicht auf die lange Bank. Und erst recht nicht auf die langen Banken. Wir hatten bereits die Form, die Formen. Das ist mit -en bei Femina eine der drei Pluralbildungen, die schon Jacob Grimm seinerzeit erkannt hat. Neben -e für Maskulina wie in der Stift, die Stifte oder -er bei Neutra wie in das Amt, die Ämter. Da kommt dann auch noch ein Umlaut hinzu, der die Sache für Menschen mit anderen Pluraltraditionen noch erheblich erschwert. Darüber hinaus gibt es auch den Nullplural wie in der Lehrer, die Lehrer. Ein kleiner Trost zum Schluss: Die lange Bank gibt es nur im Singular. Die Bank mit Plural Banken stammt aus dem Italienischen banco (Tisch des Geldwechslers). Die möglicherweise langen Parkbänke von althochdeutsch banc (Erhöhung) laden dazu ein, sich niederzulassen und die vielen Kleinode oder auch korrekt Kleinodien der Sprachen in Gedanken Revue passieren zu lassen.

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